Rettet den Naturpark Spessart !

  • Nach der Wiedervereinigung rechnete die DB mit einer stärkeren Zunahme des Ost/West- Schienenverkehrs und damit stärkeren Belastung der Kinzigtalbahn.
  • 1992-94 plante die DB mehrere neue ICE-Trassen durch den südlichen Vogelsberg und mehrere Varianten nördlich und südlich des Kinzigtals!
  • Die vorhandene Kinzigtal-Trasse soll von Hanau bis Gelnhausen viergleisig und bis Wächtersbach dreigleisig ausgebaut werden.
  • Da die erwartete Zunahme des Schienen-Verkehrs ausblieb, die vorliegenden Neubau- Trassen zu teuer waren und sich erheblicher Widerstand in der Bevölkerung regte, wurden die Neubau-Pläne zu den Akten gelegt.
18.6.1999 In der Frankfurter Rundschau wird unter der Überschrift "Eine Schneise durch den Spessart" darüber berichtet, daß die DB-AG beabsichtigt, eine ICE-Neubaustrecke zwischen Gelnhausen und Sinntal-Mottgers quer durch den Nord-Spessart zu bauen.

6.9.1999 findet in Wächtersbach eine Sitzung des MKK-Kreisverkehrsbeirates statt, in der ein Vertreter der DB-AG erklärt, daß die geplante Neubau-Strecke östlich von Gelnhausen oder westlich von Wächtersbach durch den Spessart mit Anbindung durch die Mottgers-Spange nach Fulda und bei Obersinn nach Würzburg führen soll! Es wird mit beiden Streckenführungen ein erheblicher Umweg und Energie-Mehraufwand auf Dauer gegenüber den bisherigen Trassen entstehen! Bei einem Investitionsaufwand von 2,5 € Milliarden wird nur eine Zeitersparnis von 5 Minuten nach Fulda und 10 Minuten nach Würzburg unter Wegfall des ICE-Haltes Hbf. Aschaffenburg erwartet! Bei Verbesserung und Begradigung der bisherigen Trassen im Kinzigtal und auf der südl.Spessart-Trasse Aschaffenburg/Nantenbach ist ein bedeutend höherer Zeitgewinn zu bewirken ! Die Investitionen für die ICE-Strecke HU - AB - WÜ für die Nantenbach-Kurve(Brücke über den Main), Schönrain-Tunnel und Rohrbach-Anbindung zur ICE-Strecke nach WÜ in Höhe von 171 Mill.DM wären bei Gesamt-Investition von 410 Mill.DM als Fehlplanung in den Sand gesetzt!

12.11.1999: Gründung der "Initiative Pro Spessart"-IPS - e.V. und Anerkennung als gemeinnütziger, eingetragener Verein.
Alle Gemeinden im Planungsgebiet der Nordspessart-Trasse werden Mitglied der IPS. Kooperative Mitglieder der IPS sind die Stadt Bad Orb, die Gemeinden Jossgrund, Biebergemünd, Sinntal, Obersinn und die Verbandsgemeinde Burgsinn/Ufr. Die Regionalversammlung für Südhessen streicht die Nordspessarttrasse mit der Mottgers- Spange aus dem zur Abstimmung vorliegenden Regionalplan für Südhessen!


9.12.1999
: In der Sitzung des Kreisausschusses für Wirtschaft und Verkehr des Main-Kinzig- Kreises erklärt der Vertreter der DB-AG, die DB-AG plane im Nord-Spessart nur kurze Tunnel und möglichst lange offene Trassen um mit Gesamtkosten unter 2 Milliarden € in den Bundesverkehrswegeplan 2003 aufgenommen zu werden. Die Vertreter der IPS wenden sich mit aller Entschiedenheit gegen "Billigst-Planungen" der DB-AG auf Kosten von Natur und Landschaft und der betroffenen Bevölkerung ! Bei einer ICE-Neubau-Trasse werden die entstehenden Freiräume auf der Kinzigtalstrecke für zunehmenden Güterzug-Verkehr benötigt und damit Anwohner und Pendler stärker belastet wie durch ICE-Züge ! Herbst 1999: Die IPS wendet sich an alle § 29er- und Naturschutz-Verbände im Main-Kinzig- Kreis: Alle Gemeinden und Ortsbeiräte im Spessart lehnen die Planung der DB-AG ab !


Juni 2000: Im Entwurf des "Landesentwicklungsplans Hessen 2000" ist die ICE-NB/AB- Strecke HU- FD ( - Erfurt ) mit der Festlegung auf HU - GN - (Mottgersspange)- FD vorzeitig und einseitig auf die Nordspessart-Trasse mit der Mottgersspange fixiert!

3.7.2000: Bei der Anhörung wenden sich viele kommunale Vertretungen und Gemeinden aus dem Main-Kinzig-Kreis sowie § 29 er-Landesverbände gegen die Spessart-Trasse und die Mottgersspange und verlangen die Streichung aus dem Landesentwicklungsplan ! Zur Zeit laufen die Planungen für den Ausbau der Bahnstrecke HU-AB-WÜ insbesondere im Bereich Heigenbrücken (Schwarzkopftunnel). Die BI Heigenbrücken, Hain i.Sp. und Laufach mit der Stadt Aschaffenburg befürworten eine großzügigere Tunnellösung und befürchten bei einer kleinen Lösung den Verlust des ICE- und Fernverkehrs und die Herab- stufung als Regionalbahn mit starker Belastung durch zunehmenden Güterzugverkehr !
  • Die Bürgerinitiativen im Spessart kommen überein, gemeinsam in Bayern und Hessen gegen die Planungen der DB-AG vorzugehen !
  • Sollte die NB/AB-Strecke AB - Heigenbrücken - Nantenbach nicht ICE-gerecht ausgebaut werden, konstruiert die DB-AG eine dann zwingende neue ICE-Trasse durch den Nord- Spessart und weitere, erhebliche Belastung der Kinzigtal-Trasse durch zusätzliche ICE ! Alle BI im Spessart plädieren für einen ICE-gerechten Ausbau der vorhandenen Trassen !

"In Heigenbrücken werden die Weichen gestellt für oder gegen eine Nordspessart-Trasse!"

1.8.2000: Die DB hat gemeinsam mit dem Land Hessen eine
"Integrierte Planung Main-Kinzig-Fulda"vereinbart und eine Raumempfindlichkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben.
(Hoffentlich ist dies nicht nur ein"Türschild-Wechsel"oder"Etiketten-Schwindel"!)

7.9.2000: In seinem Antwortschreiben hat Min.Präs. Roland Koch hervorgehoben, daß die DB-AG sich noch nicht auf eine mögliche Trassen-Variante festlegt, sondern in einer "Ökologischen Raumempfindlichkeitsuntersuchung" und "Integrierten Verkehrs- planung für das Kinzigtal" die verschiedenen Optionen klären will, bevor sie sich ent- scheidet.

In einem Gespräch von Bundestagsabgeordneten aller Parteien aus dem Spessart am 30.8.2000 im Bundesverkehrsministerium in Berlin hat die DB-AG hervorgehoben, daß für ein ganzes Vegetationsjahr eine "Raumempfindlichkeits-Analyse"durchgeführt wird , die ergebnisoffen "konfliktarme Korridore" finden soll ! So könne es sein, daß als Ergebnis nur Trassen-Vorschläge stehen, die aus "finanzieller und technischer Sicht" nicht akzeptabel sind. "Dann wäre eine Nordspessart -Variante tot !" In die bestehende Strecke Ffm-Fulda wird unabhängig von den Überlegungen für neue Trassen zur Effektivierung des bestehenden Schienen-Netzes erheblich investiviert : zusätzl. Überholgleise zw. Hanau und Flieden, Trassenkorrektur bei Neuhof und Tunnel-Neubau und Sanierung am Distelrasen. Diese Gesprächsergebnisse und unsere Bemühungen auf allen Ebenen : Verbände, Kommunen, Kreis, Land und Bund und parteienunabhängig mit allen Fraktionen bekräftigen uns, den Kampf gegen eine ökologisch und ökonomisch unsinnige Nordspessart-Trasse unvermindert fortzuführen !

31.10.2001: Termin für die Fertigstellung der "ökologischen Raumempfindlichkeits-Untersuchung" durch Team 4. In Ihrer gemeinsamen vorläufigen Stellungnahme stellen die § 29 er -Naturschutzverbände fest, daß sie unzureichend beteiligt wurden!
Die bisher vorliegenden Untersuchungsergebnisse sind nicht vollständig.Es fehlt bisher eine faunistische Erhbeung für die aufzustellende Raumempfindlichkeitsuntersuchung (REU).Darüber hinaus wurden bisher die Biotop-Kartierung, die Schutzgebietskarte und die REU nicht zusammengeführt und keine Auswertung vorgelegt! Es steht darüber hinaus noch die von der DB-AG und dem Land Hessen zugesagte "Integrierte Schienenverkehrswegeplanung" aus !

Unterstützen Sie unsere Forderungen !

Werden auch Sie Mitglied der "Initiative Pro Spessart"

- IPS - e.V. im Bündnis gegen die Planungen der DB- AG! Sammeln auch Sie bei Ihren Bekannten, Verwandten, Freunden und Nachbarn Unterschriften gegen die Planungen der DB-AG auf unseren Unterschrifts-Listen !